Weblog von Wolfgang
Übersicht meiner Beiträge
Geschrieben am 11.07.2010 16:46 von
Wolfgang
meiner geliebten Schwester .....11.07.2010
Von der Barmherzigkeit Gottes .....02.07.2010
nach innen schauen .....(Erfahrungen) .....15.06.2010
Bin ich gerettet? Was denn nun: „Glaube und Werke“ oder „Glaube allein“? .....07.05.2010
Brief an einen Angefochtenen .....30.04.2010
werdet nicht der Menschen Knechte .....19.04.2010
Ekel gegen mich selbst? .....01.04.2010
bleibe im Wort! .....24.03.2010
Geheimnis des Glaubens .....16.03.2010
Aus dem Leben von Heinrich Jung, genannt Stilling .....10.03.2010
Ist Gott ein Sünder? .....27.01.2010
Kommt die Antwort der Zunge auch dann von Jehova, wenn sie böse ist? .....27.01.2010
In welcher Beziehung steht Gott zum Bösen? .....27.01.2010
Die Worte Jahwes sind reine Worte Silber, ... .....23.01.2010
Gedenket ..., daß ich Gott El bin, und sonst ist keiner .....23.01.2010
Der Allversöhner .....23.01.2010
Die Flamme einer kleinen Kerze .....23.01.2010
Die Mißgunst der Erstlinge .....23.01.2010
Dein Wille geschehe! .....18.01.2010
Die Macht der Menschen, Gottes Werk zu befördern oder zu behindern .....(Erlebnisbericht).....07.11.2009
Weichenstellung .....(Erlebnisbericht).....05.11.2009
Der barmherzige Samariter .....24.10.2009
Christen in der Niederlage .....14.10.2009
Gott vertrauen? .....(Erlebnisbericht).....11.10.2009
liebe! .....(Erlebnisbericht).....21.09.2009
FREIHEIT .....(Erlebnisbericht).....05.09.2009
Ich bin es doch nicht, Herr? ..... 30.08.2009
Dem, der dich auf den Backen schlägt, ... .....(Erlebnisbericht).....15.08.2009
Gefühle, Musik und die Mächte der Finsternis .....(Erlebnisbericht).....01.08.2009
Gute Werke .....25.07.2009
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz .....22.07.2009
Ein Brief an eine Freundin oder:
Was hat wohl die Liebe Gottes mit einer Hölle zu schaffen?.....(Erlebnisbericht).....13.07.2009
Gedanken zum Sinn des Streites .....08.07.2009
Was, wenn Jesus spricht: Du vertraust mir nicht! .....(Erlebnisbericht).....03.07.2009
Wie soll ich das bloß ertragen? .....(Erlebnisbericht).....02.07.2009
Ich will deine Seele haben! .....(Erlebnisbericht).....02.07.2009
Welcher Jesus? .....(Erlebnisbericht).....02.07.2009
Wer von uns weiß schon, wie vielen Menschen er weh getan hat .....(Erlebnisbericht).....30.06.2009
Angst – und was Jesus Christus tun kann .....(Erlebnisbericht).....28.06.2009
Gedanken zu meinen Freunden und Verwandten, die noch immer Mormonen sind .....24.06.2009
Was Gott aus Käse so alles macht – oder:
Wie ich in einer Stunde das Evangelium der Gnade durchlebte .....(Erlebnisbericht).....23.06.2009
Wie Gott mich Gehorsam lehrte .....(Erlebnisbericht).....22.06.2009
Meine Loslösung von den Mormonen .....(Erlebnisbericht).....21.06.2009
Die Geschichte einer großen Liebe – mein Weg zu Jesus Christus .....(Erlebnisbericht).....21.06.2009
Der Weg der Dankbarkeit, ein Weg der Freude .....(Erlebnisbericht).....19.06.2009
Freude und Dankbarkeit .....(Erlebnisbericht).....19.06.2009
meiner geliebten Schwester
Geschrieben am 11.07.2010 16:40 von
Wolfgang
Meiner lieben Schwester in Christo
diese Worte von Watchman Nee
Das Fleisch will die Alleinherrschaft;
diesen Anspruch stellt aber auch das geistliche Leben.
Das Fleisch wünscht den Menschen für immer an sich zu binden,
während das geistliche Leben den Menschen völlig dem Heiligen Geist unterordnen will.
Das Fleisch und das geistliche Leben bilden in allen Punkten scharfe Gegensätze.
Die Natur des Fleisches ist die des ersten Adam,
die des Geistes hingegen ist dem Wesen Christi gleich.
Der Beweggrund des Fleisches ist irdisch,
der des Geistes himmlisch.
Das Fleisch konzentriert sich auf sich selbst,
das geistliche Leben richtet alles auf Christus aus.
Das Fleisch versucht den Menschen zur Sünde,
das geistliche Leben will ihn zur Gerechtigkeit führen.
Da also beide grundsätzlich verschieden sind,
wie sollte da ein Mensch den fortwährenden Konflikt mit dem Fleisch verhindern können?
Ohne die völlige Erlösung Christi erkannt zu haben,
lebt ein Christ fortwährend in diesem Kampf.
Wenn junge Gläubige in diesen Konflikt geraten, sind sie verwirrt.
Manche verzweifeln über dem geistlichen Wachstum und denken dann,
dass sie es nie schaffen werden.
Andere beginnen an der Echtheit ihrer Wiedergeburt zu zweifeln
und sind sich nicht bewusst,
dass es gerade die Wiedergeburt ist, die diesen Kampf auslöste.
Als das Fleisch noch unumschränkt regierte
(weil der Geist tot war),
konnten sie sündigen, ohne sich ihrer Sündhaftigkeit bewusst zu sein.
Nun ist neues Leben entstanden und mit ihm ein neues Wesen,
neues Verlangen und neues Denken.
Sobald dieses neue Licht in den Menschen eindringt,
wird seine innere Befleckung und Verdorbenheit bloßgelegt.
Dem neuen Verlangen widerstrebt es natürlich,
länger in diesem Zustand zu bleiben.
Das Fleisch beginnt gegen das geistliche Leben zu streiten.
Durch diesen Kampf erhält der Gläubige den Eindruck,
als ob zwei Persönlichkeiten in ihm wohnten.
Jede hat ihre eigenen Ziele.
Jede will die Übermacht haben.
Wenn das geistliche Leben siegt, ist der Gläubige überglücklich;
gewinnt das Fleisch die Oberhand, ist er bedrückt.
Erfahrungen dieser Art bestätigen geradezu,
dass diese Menschen wiedergeboren sind.
Gott will das Fleisch nicht bessern, sondern es unschädlich machen.
Durch Gottes Leben, das der Gläubige bei der Wiedergeburt empfängt,
soll das eigene Ich im Fleisch in den Tod gegeben werden.
Das Leben, das Gott dem Menschen verleiht, ist tatsächlich sehr mächtig,
aber der wiedergeborene Mensch ist noch ein »Säugling« -
neu geboren und sehr schwach.
Das Fleisch hatte für lange die Zügel inne,
und seine Macht ist furchtbar.
Dazu kommt, dass der Wiedergeborene oft nicht gelernt hat,
Gottes völlige Erlösung im Glauben zu ergreifen.
Obwohl er gerettet ist,
ist er während dieses Zeitabschnittes immer noch fleischlich.
Fleischlich sein bedeutet, vom Fleisch regiert sein.
Für einen Gläubigen, der soweit mit himmlischem Licht erleuchtet ist,
dass er um die Schwachheit des Fleisches weiß
und von ganzem Herzen den Sieg über das Fleisch ersehnt,
ist es erbärmlich, erfahren zu müssen, dass er in sich selbst zu schwach ist,
um überwinden zu können.
In dieser Zeit wird er viele Tränen des Kummers vergießen.
Es gibt wenige Siege — aber viele Niederlagen.
Paulus gibt in den folgenden Versen dem inneren Schmerz über diesen Zustand Ausdruck:
»Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, dass das Gesetz gut sei. So tue nun nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. So finde ich nun ein Gesetz, dass mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhanget. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern« (Röm. 7,15-23).
Und viele Christen können in den nun folgenden Verzweiflungsschrei einstimmen:
»Ich elender Mensch!
Wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes ?«
(Röm. 7,24).
Was ist nun der Sinn dieses Kampfes?
Das ist eine der Erziehungsmethoden des Heiligen Geistes.
Gott hat für eine völlige Erlösung des Menschen gesorgt.
Wer nicht weiß, dass er sie hat, kann sich ihrer auch nicht erfreuen,
noch wird er sie erfahren, wenn er sich nicht danach ausstreckt.
Gott kann nur denen geben, die glauben und annehmen.
Wenn der Mensch daher um Vergebung und Wiedergeburt bittet,
wird Gott sie ihm auch gewähren.
Durch den Kampf will Gott den Gläubigen dazu führen,
den völligen Sieg in Christo zu suchen und zu ergreifen.
Wer zuvor unwissend war, streckt sich nun nach Erkenntnis aus,
dann wird der Heilige Geist ihm zeigen,
dass sich Christus am Kreuz mit seinem alten Menschen befasst hat,
damit er nun ein Überwinderleben führen kann.
Und wer nicht besaß, weil er nicht suchte, wird durch solch einen Kampf entdecken,
dass die Wahrheit, die er kannte, bloß Kopfwissen und unfruchtbar war.
Das wird ihn bewegen, die Wahrheit, die er nur verstandesmäßig kannte,
nunmehr praktisch zu erfahren.
Dieser Kampf nimmt stetig zu.
Aber wenn es auch durch viel Kampf und Not geht — es kommt der Tag der Befreiung.
Watchmann Nee
„Der geistliche Christ“
www.watchman-nee.de/
(Band 1; Seite 77 ff)
www.ea-b.de/WatchmanNee.pdf
(Seite 37 ff)
Von der Barmherzigkeit Gottes
Geschrieben am 02.07.2010 11:22 von
Wolfgang
Hier ein kurzer Auszug aus einem Wortdienst unseres Bruders Adolf Heller
über die Barmherzigkeit Gottes:
Die letzte und tiefste Frage, die ein Geschöpf stellen kann, ist die nach der Gesinnung seines Schöpfers. Wenn ein Kind erst einmal erkannt hat, daß die Eltern es lieben, dann wird sein Herz froh. Aber solange ein verschüchtertes, armes Wesen der Meinung ist, man wolle es nur quälen und ihm jede Freude rauben, gerät es in immer stärkere Liebesnot. Wie oft steht schon in den Augen von Kindern etwas von der Verzweiflung und dem Grauen geschrieben, die weit mehr Menschen an den Rand der Schwermut und des Selbstmordes treiben, als die meisten ahnen. Jeder wirkliche Seelsorger weiß davon Erschütterndes zu erzählen.
Während nun Gott in der Schöpfung seine Weisheit und Macht, in der Geschichte der Völker und des Einzelnen seine Heiligkeit und Weisheit offenbart, enthüllt er in seinem logos, d. h. in dem geschriebenen und Fleisch gewordenen Wort, sein urinnerstes Sein und Wesen. Sein brünstiges Herz sehnt sich danach, sich als der zu offenbaren, der er wirklich und wesenhaft ist. Die heilige Glut seiner Liebe kann und will nicht auf einem weltfernen Altar zu seiner eigenen Ergötzung leuchten. Es drängt ihn, sich selber mitzuteilen, sich gewissermaßen zu vervielfachen, Welten und Wesen ins Dasein zu rufen, um zuletzt alles in allen zu sein.
Erst dann, wenn Gott selbst diese Erkenntnis in uns liebend hineingelegt und bleibend eingeprägt hat, vermögen wir sie aus seinem Wort zu ersehen und durch seinen Geist immer tiefer und beseligender zu begreifen. Dann sind auch wir entzündet vom Feuer seiner Vaterinbrunst und brauchen um solche Wahrheiten nicht mehr zu streiten, sondern können darüber anbeten, schweigend in heiligem Liebesvertrauen.
Eine der charakteristischen Bezeichnungen der Schrift, die uns Gottes innerstes Sein darstellen und enthüllen, ist Barmherzigkeit. Die entsprechenden hebräischen und griechischen Ausdrücke bedeuten so viel wie Mitgefühl. Mitempfinden der Not und des Jammers leidender Geschöpfe. Davon wissen die außerchristlichen Religionen wenig oder nichts. Und wenn sie davon reden, dann nur einseitig und verdunkelt. So lehrt z. B. die griechische Philosophie, daß éleos (Barmherzigkeit) nur dem Edlen, nicht aber dem Grausamen gebühre. Wer ein wenig von den Mythen Griechenlands weiß, wird bestätigen, wie unsagbar rachsüchtig und grausam die sogenannten “Götter” sind. Das ist auch durchaus zu begreifen, wenn man es wagt, das Wort Gottes buchstäblich zu nehmen, das uns lehrt, daß alles, was die Nationen opfern, sie nicht Gott, sondern den Dämonen darbringen (1. Kor. 10, 20).
Wir wollen versuchen, in einigen großen Linien ein Zeugnis von der Barmherzigkeit Gottes zu sagen. Möge dein und mein Herz davon erfaßt, erfüllt und überfließend werden zum Lob und Preis unseres wunderbaren Vaters in Christo Jesu! Wie viel gelöster und beseligter, gottnäher und gottinniger wäre dann unser Denken, Fühlen und Wollen, unser Sinnen und Sein, unser Reden und Tun! Dazu segne der Herr diese kurze Betrachtung!
Der ganze Text ist nachzulesen unter:
www.come2god.de/2009/06/07/von-der-barmherzigkeit-gottes/#comment-2869
nach innen schauen
Geschrieben am 15.06.2010 17:59 von
Wolfgang
Was können wir finden, wenn wir nach innen schauen?
Wem begegnen wir dort?
Diese Fragen beschäftigen so manchen von uns,
und - sollten es wohl auch.
Ich habe in meinem Beitrag Gefühle, Musik und die Mächte der Finsternis bereits über einige solcher eigenen Erfahrungen berichtet.
Auch andere von uns haben schon eigene „innere Erfahrungen“ gemacht und darüber geschrieben.
Die meisten Menschen haben wohl schon den einen oder anderem Traum als irgendwie bedeutsam erlebt. Manch einer hat gar auf diese Wiese eine Botschaft für sich erhalten, die ihn dann irgendwie im Leben weiter brachte. Träumen ist wohl die verbreitetste Form „innerer Erfahrungen“.
Während meiner 5-jährigen Therapie halfen mir Traumerkenntnisse oft weiter.
Dazu kamen nach und nach „innere Bilder“, ähnlich wie Bilder in Träumen.
Diese sah ich im Wachzustand gelegentlich auch mit offenen Augen.
Einige Zeit nach meiner Therapie las ich das Buch von Klaus Lange „Herz was sagst du mir?“
Darin beschreibt der Autor (ich lernte ihn später persönlich kennen), wie er nach und nach bemerkt hatte, daß es jederzeit und recht leicht möglich ist sich nach innen zu wenden und dabei mit seinem Herzen und auch mit den eigenen Gefühlen in Kontakt zu kommen.
Sein Buch sprach mich seinerzeit sehr stark an.
Eines Abends wendete ich mich das erste mal bewußt nach innen.
Und es gelang mir sofort.
In der nächsten Zeit erhielt ich auf diese Weise viele Informationen aus meinem Leben mit dem Ergebnis, daß nach und nach meine seelischen Konflikte eine Auflösung erfuhren. Wofür während meiner Einzeltherapie Monate nötig waren, geschah nun manchmal in weniger als einer Stunde.
Ich sprach darüber mit Freunden und es dauerte nicht lange, da begleitete ich mehr und mehr Menschen auf ihren „inneren Erfahrungen“. Dabei ermunterte ich sie einfach, all ihre Gefühle, Gedanken oder auch Körperorgane, ja alles, was sich irgendwie gerade „innen“ meldete, „persönlich“ anzusprechen und auf die Reaktion acht zugeben. Auf diese Weise entwickelte sich ein „innerer Dialog“.
Dies war sehr beeindruckend.
Ich merkte, daß ich selbst niemanden lenken oder schieben mußte.
Da ich solches auch nicht wollte, kam ich mit meiner Begleiterfunktion gut klar.
Ich glaubte auch (hielt für wahr), daß ich in mir Gutes finden werde.
Ich fand in mir und in vielen anderen Menschen, die ich auf „inneren Reisen“ immer wieder begleitete, sehr viel „inneres“ vor.
Und es gab nichts (N I C H T S !), was man auf diese Weise in sich selbst nicht ansprechen konnte und das nicht irgendwie reagierte.
„In Uns“ können wir alles mögliche finden und mit ihm in „Kontakt“ treten: Unser Herz, unsere Gefühle (alle!), .... unsere Kindheitserlebnisse, unsere seelischen Verletzungen, ... und und und.
Wir kommen in „inneren Kontakt“ mit anderen Menschen, seien sie lebend auf der Erde oder noch Embryo im Mutterleib oder eben auch: schon verstorben.
Wir kommen in Kontakt mit unserem „geistigen Führer“, unserem „inneren Heiler“, mit Geist(ern), mit unserem Meister, ja, selbst mit „Jesus“.
Alles kein Problem.
Man muß nur „nach innen schauen“.
Ich könnte Bücher darüber schreiben.
Und es war doch „gut“ was dabei letztlich herauskam.
So erlebte ich es ja immer wieder.
Aber – wie ich heute glaube – nicht in den Augen Gottes.
Wie kam es zu meinem Sinneswandel?
Es gab in meinem Leben den besonderen Tag, an welchem ich die Glaubensgewißheit geschenkt bekam: Jesus Christus ist der Sohn Gottes. Seitdem (erst) vertraue ich auch darauf, daß die Bibel das Wort Gottes ist.
Nun erst war ich in die Lage versetzt worden, dieses Geschehen mit dem Wort Gottes zu vergleichen.
Und auf einmal entdeckte ich Unstimmigkeiten.
Ich mußte (durfte) nun erkennen, daß wir Menschen dabei belogen werden können, ohne es zu merken. Und dies können viele, viele, die solch innere Wege gehen, nicht erkennen. Eben wie ich ja auch nicht bis zu dieser Zeit.
Es ist ja auch total faszinierend für uns kleine Menschenwesen.
Bekommen wir doch auf der „geistigen Ebene“ Hinweise und Erklärungen zu Fragen, die uns oft schon lange bewegt haben. Und ist es schon ergreifend (ja auch im wörtlichen Sinne!!!) überhaupt eine solche Erfahrung machen zu können – wer kennt so etwas schon in unseren Breiten – wie beeindruckend ist es doch auch für mich gewesen, als ich Informationen aus geistigen Quellen zur Kenntnis bekam. War es nun durch „Herzen“, „geistige Führer“ oder – war alles dabei – von „Jesus“ selbst.
Ständig mit „Jesus“ reden können, ihn zu weltlichen und geistigen Dingen zu befragen und von IHM unmittelbar geistige Belehrungen zu empfangen - na das haut doch (fast) jeden Christen um.
Wer kann da widerstehen, wer kann da zweifeln?
All dies veränderte sich für mich nun aber nach und nach.
Jetzt (spät, recht spät) erkannte ich hier immer öfter Lügengeister.
Jetzt konnte ich bei meinen seelsorgerischen Begleitungen von Menschen die Aussagen solcher „inneren Stimmen“ an Hand der Aussagen der Bibel prüfen.
Und immer öfter stutzte ich und merkte: hier stimmt etwas nicht.
Erstaunlich für mich: Diese „Stimmen“ mußten – konfrontiert mit dem Wort Gottes - bekennen, daß sie nicht die Wahrheit sagten.
Mein Weblog-Beitrag Welcher Jesus? nennt ja nur ein Beispiel eines solchen Lügengeistes.
Nun, ich habe diese Erfahrungen gemacht und es so gefunden, wie es Gott ja angekündigt hat: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in künftigen Zeiten etliche von dem Glauben abfallen werden, indem sie achten auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen,“ (1Tim 4, 1).
Vielleicht kannst manch ein Christ nachvollziehen, weshalb ich Bedenken anmelde, wenn Menschen von Christuserfahrungen in ihrem Herzen berichten.
Ich bin gewiß, daß wir solche Erfahrungen machen können – davon bin ich Zeuge.
Aber: Ich bezeuge auch, daß wir belogen werden können und belogen werden.
Nicht jeder, der sich Jesus nennt ist auch DER Jesus Christus, unserer Retter.
Und nicht jedem von uns ist es (schon) gegeben, dies auch zu erkennen.
Wir Menschen sind – auf uns gestellt - solch Lügengeistern hilflos ausgeliefert.
Es sei denn, wir vermögen es, uns an das Wort Gottes – die Bibel – zu halten.
Mir hat Gott nunmehr – nachdem ER mich vorher solche „inneren Erfahrungen“ hat machen lassen – Glauben/Vertrauen allein in Christus Jesus und die Bibel geschenkt.
Neuoffenbarungen, wie auch die des Joseph Smith (ich war 7 Jahre lang „Mormone“), hat ER mir so als Eingebungen betrügerischer Geister und Dämonen offengelegt.
Es war ein recht langer Weg, aber so war es nun einmal.
„Denn das Wort Gottes ist lebendig,
wirksam und schneidender als jedes zweischneidige Schwert
und durchdringend bis zur Teilung von Seele und Geist,“
(Hebr 4, 12)
„ ... durchdringend bis zur Teilung von Seele und Geist“
Über diese Worte sinne nach, wer noch mit seelischen Erfahrungen beeindruckbar ist.
Unsere Seele beeindrucken - dies vermögen alle Lügengeister leicht.
Nun gehe ein jeder mit meinen Worten um, wie er es (derzeit) vermag.
Prüfe ein jeder, so es ihm von Gott gegeben ist, an Hand der Bibel.
Von der Freiheit eines Christenmenschen
Geschrieben am 12.05.2010 17:19 von
Wolfgang
Immer mal wieder taucht für uns Christen die Frage der „Werke“ auf.
Sei es in uns selbst oder in Gesprächen mit anderen Christen.
Diese Frage bewegte Christen wohl zu allen Zeiten.
Und der Apostel der Nationen Paulus beantwortete sie bekannter Weise ganz anders als Lukas.
Für Martin Luther war sie so wichtig, so daß er dazu 1520 einen Brief „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ schrieb.
Ich halte diesen für lesenswert und gebe deshalb hier einige Auszüge daraus wieder:
...
Fragst du aber: Welches ist denn das Wort, das so eine große Gnade gibt, und wie soll ich es gebrauchen?
Antwort: Es ist nichts anderes als die Predigt von Christus, wie sie das Evangelium enthält; und die soll so sein und hat diesen Inhalt, daß du deinen Gott zu dir reden hörst: wie all dein Leben und Werk vor Gott nichts seien und du vielmehr mit all dem, was in dir ist, auf ewig verderben müssest.
Und wenn du das wirklich glaubst, wie du verpflichtet bist, so mußt du an dir selbst verzweifeln und bekennen, daß der Spruch Hoseas wahr sei: »O Israel, in dir ist nichts als dein Verderben, allein aber in mir steht deine Hilfe.«
Damit du aber aus dir und von dir, d. h. aus deinem Verderben herauskommen kannst, stellt dir Gott seinen lieben Sohn Jesus Christus vor Augen und läßt dir durch sein lebendiges, tröstliches Wort sagen, du solltest dich ihm mit festem Glauben ergeben und frisch auf ihn vertrauen; so sollen dir um dieses Glaubens willen alle deine Sünden vergeben, all dein Verderben überwunden sein, und du sollst gerecht, wahrhaftig, befriedet und rechtschaffen, alle Gebote sollen erfüllt und du sollst von allen Dingen frei sein, wie Sankt Paulus sagt: »Ein gerechtfertigter Christ lebt nur von seinem Glauben«, und: »Christus ist das Ende und die Erfüllung aller Gebote für die, die an ihn glauben.«
...
Wie ist das aber möglich, daß es der Glaube allein vermag, rechtschaffen zu machen und ohne alle Werke so überschwenglichen Reichtum zu geben, wo uns doch in der Schrift so viele Gesetze, Gebote, Werke, Ordnungen und Weisen vorgeschrieben sind?
Hier ist sorgsam darauf zu achten und mit Ernst festzuhalten, daß allein der Glaube ohne alle Werke rechtschaffen, frei und selig macht, wie wir später näher hören werden; und man muß wissen, daß die ganze heilige Schrift in zweierlei Worte geteilt wird, nämlich Gottes Gebot oder Gesetz und Verheißung oder Zusagen.
Die Gebote lehren und schreiben uns verschiedene gute Werke vor, aber damit sind sie noch nicht geschehen.
Sie weisen wohl an, sie helfen aber nicht, lehren, was man tun soll, geben aber keine Kraft dazu.
Darum sind sie nur dazu bestimmt, daß der Mensch daran sein Unvermögen zum Guten erkenne und lerne, an sich selbst zu verzweifeln.
Und darum heißen sie auch das Alte Testament und gehören alle ins Alte Testament. So zeigt z. B. das Gebot »Du sollst nicht böse Begierden haben«, daß wir alle miteinander Sünder sind und kein Mensch es vermag, ohne böse Begierden zu sein, er mag tun, was er will. Dadurch lernt er an sich selbst zu verzagen und anderswo Hilfe zu suchen, um ohne böse Begierden zu sein, und so das Gebot durch einen andern zu erfüllen, was er aus sich selbst nicht vermag.
So sind auch alle andern Gebote für uns unerfüllbar.
...
Wenn nun der Mensch aus den Geboten sein Unvermögen gelernt und empfunden hat, daß ihm nun Angst wird, wie er dem Gebot genug tun soll, denn das Gebot muß erfüllt sein, oder er muß verdammt sein, dann ist er recht gedemütigt und zunichte geworden in seinen Augen, findet nichts in sich, wodurch er rechtschaffen werden könnte.
Jetzt kommt dann das andere Wort, die göttliche Verheißung und Zusage und spricht: Willst du alle Gebote erfüllen, deine böse Begierde und Sünde los werden, wie's die Gebote erzwingen und fordern, nun so glaub an Christus, in dem ich dir alle Gnade, Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit zusage!
Glaubst du, so hast du;
glaubst du nicht, so hast du nicht.
Denn was dir unmöglich ist mit allen Werken der Gebote, die zahlreich und doch nutzlos sein müssen, das wird dir leicht und kurz durch den Glauben. Denn ich habe kurzweg alles auf den Glauben gestellt, daß, wer ihn hat, alles haben und selig sein soll; wer ihn nicht hat, soll nichts haben.
So geben die Zusagen Gottes, was die Gebote fordern, und vollbringen, was die Gebote befehlen, damit es alles Gott gehöre, Gebot und Erfüllung: er befiehlt allein, er erfüllt auch allein.
...
So sehen wir, daß ein Christenmensch an dem Glauben genug hat: er bedarf keines Werkes, um rechtschaffen zu sein.
Bedarf er keines Werkes mehr, so ist er gewiß von allen Geboten und Gesetzen entbunden; ist er entbunden, so ist er gewiß frei.
Das ist die christliche Freiheit, allein der Glaube, der nicht bewirkt, daß wir müßig gehen oder Böses tun können, sondern daß wir kein Werk nötig haben, um das Gutsein und die Seligkeit zu erlangen.
...
Der Glaube gibt nicht nur dies, daß die Seele dem göttlichen Wort gleich, aller Gnaden voll, frei und selig wird, sondern vereinigt auch die Seele mit Christus wie eine Braut mit ihrem Bräutigam.
Aus dieser Ehe folgt, wie Sankt Paulus sagt, daß Christus und die Seele ein Leib werden; darum werden auch beiden die Güter, Glücks- und Unglücksfälle und alle Dinge gemeinsam. Das, was Christus hat, das ist Eigentum der gläubigen Seele; was die Seele hat, wird Eigentum Christi.
So hat Christus alle Güter und Seligkeit, die sind Eigentum der Seele;
so hat die Seele alle Untugenden und Sünden auf sich liegen - die werden Eigentum Christi.
Hier beginnt nun der fröhliche Tausch und Streit: weil Christus Gott und Mensch ist, der noch nie gesündigt hat, und seine Rechtschaffenheit unüberwindlich, ewig und allmächtig ist, so müssen die Sünden in ihm verschlungen und ersäuft werden, wenn er die Sünden der gläubigen Seele durch ihren Brautring, d. h. den Glauben, sich selbst zu eigen macht und so handelt, wie er gehandelt hat. Denn seine unüberwindliche Gerechtigkeit ist allen Sünden zu stark; so wird die Seele von all ihren Sünden einzig durch ihr Brautgeschenk, d. h. um des Glaubens willen, frei und los und mit der ewigen Gerechtigkeit ihres Bräutigams Christus beschenkt.
Ist das nun nicht ein fröhlicher Hausstand, wo der reiche, edle, rechtschaffene Bräutigam Christus das arme, verachtete, böse Hürlein zur Ehe nimmt und sie von allem Übel befreit, mit allem Guten schmückt?
So ist es nicht möglich, daß die Sünden sie verdammen; denn die liegen nun auf Christus und sind in ihm verschlungen. Sie hat auch eine so reiche Gerechtigkeit in ihrem Bräutigam, daß sie wieder gegen alle Sünden bestehen kann, mögen sie auch auf ihr liegen.
Davon spricht Paulus: »Gott sei Lob und Dank, der uns eine solche Überwindung in Christus Jesus gegeben hat, in der der Tod mit der Sünde ist.«
...
ein Christenmensch ist frei von allen Dingen und steht über allen Dingen, so daß er keiner guten Werke bedarf, um rechtschaffen und selig zu sein, sondern der Glaube bringt ihm das alles im Überfluß.
Und wenn er so töricht wäre und meinte, durch ein gutes Werk rechtschaffen, frei, selig oder ein Christ zu werden, so verlöre er den Glauben zugleich mit allen Dingen, so wie der Hund, der ein Stück Fleisch im Maul trug und nach dem Spiegelbild im Wasser schnappte, dadurch Fleisch und Spiegelbild verlor.
...
Über den innerlichen Menschen mag das nun genug sein, über seine Freiheit und die Hauptgerechtigkeit, die keines Gesetzes oder guten Werkes bedarf, ja der es sogar schädlich ist, wenn jemand sich's anmaßen wollte, dadurch gerechtfertigt zu werden.
Nun kommen wir zum zweiten Teil, zu dem äußerlichen Menschen. Hier wollen wir all denen antworten, die an den bisherigen Ausführungen Anstoß nehmen und zu sagen pflegen: Ei, wenn der Glaube alles ist und allein schon als genügend gilt, rechtschaffen zu machen, warum sind dann die guten Werke geboten? Wir wollen dann guter Dinge sein und nichts tun!
Nein, lieber Mensch, so nicht.
...
Aber diese Werke müssen nicht in der Überzeugung geschehen, daß der Mensch dadurch vor Gott rechtschaffen werde, weil der Glaube, der die Rechtschaffenheit vor Gott allein ist und bleiben muß, diese falsche Überzeugung nicht dulden kann, sondern nur in der Absicht, den Leib gehorsam zu machen und von seinen bösen Lüsten zu reinigen, und das Auge nur auf die bösen Lüste zu richten, diese auszutreiben.
Denn weil die Seele durch den Glauben rein ist und Gott liebt, sähe sie es gerne, daß alle Dinge, vor allem ihr eigener Leib rein wären und jedermann mit ihr Gott liebte und lobte.
So kommt es, daß der Mensch um seines eigenen Leibes willen nicht müßig gehen kann und viel gute Werke darüber tun muß, um ihn zu zwingen, und dennoch die Werke nicht das rechte Gut sind, durch das er vor Gott rechtschaffen und gerecht ist; sondern er tue sie umsonst aus freier Liebe, um Gott zu gefallen, ohne etwas anderes darin zu suchen und anzusehen, als daß es Gott so gefällt, um dessentwillen er es gerne aufs allerbeste täte.
Daraus kann dann jeder das Maß und die vernünftige Weise entnehmen, in der der Leib in Zucht zu nehmen ist. Denn er hat so viel zu fasten, zu wachen und zu arbeiten, wie erforderlich ist, um den Übermut des Leibes zu dämpfen.
Die andern aber, die mit Werken glauben rechtschaffen zu werden, achten nicht auf die Zucht, sondern sehen nur auf die Werke, und meinen, wenn sie nur recht viele und große Werke tun, so sei es gut und sie würden rechtschaffen. Zuweilen verlieren sie darüber den Verstand und zerstören ihre Gesundheit.
...
So bedarf auch das Werk eines gläubigen Menschen, der durch seinen Glauben wieder ins Paradies gesetzt und neu geschaffen ist, keiner Werke, um rechtschaffen zu werden; sondern ihm sind die freien Werke allein Gott zu Gefallen aufgetragen, damit er nicht müßig gehe.
...
Machen die Werke also niemand rechtschaffen und muß der Mensch zuerst rechtschaffen sein, ehe er wirkt, so ist's klar, daß allein der Glaube aus lauter Gnade durch Christus und sein Wort die Person zur Genüge rechtschaffen und selig macht, und daß ein Christ kein Werk und kein Gebot zu seiner Seligkeit nötig hat, sondern von allen Geboten frei ist und alles, was er tut, aus lauter Freiheit umsonst tut, nicht um damit seinen Nutzen oder seine Seligkeit zu suchen, denn er ist schon satt und selig durch seinen Glauben und Gottes Gnade, sondern nur um Gott zu gefallen.
...
Das ist wohl wahr: die Werke machen einen vor den Menschen rechtschaffen oder böse, d. h. sie lassen äußerlich erkennen, wer rechtschaffen oder böse ist, wie Christus sagt: »Aus ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.«
Aber das gilt alles äußerlich, von der Erscheinung, und dieser Eindruck verwirrt die vielen Leute, welche schreiben und lehren, wie man gute Werke tun und rechtschaffen werden soll. Aber an den Glauben denken sie niemals, sie gehn dahin, und ein Blinder führt immer den andern, sie martern sich mit vielen Werken und kommen doch niemals zur richtigen Rechtschaffenheit.
Von diesen sagt Sankt Paul: »Sie haben einen Schein der Rechtschaffenheit, aber der Grund ist nicht da; sie gehn hin und lernen immer und immer und kommen doch nimmer zur Erkenntnis der wahren Rechtschaffenheit.«
...
wo der falsche Zusatz und die verkehrte Auffassung dabei sind, daß wir durch die Werke rechtschaffen und selig werden wollen, sind sie schon nicht mehr gut und ganz verdammenswert; denn sie sind nicht frei und schmähen die Gnade Gottes, die allein durch den Glauben rechtschaffen und selig macht, und das vermögen die Werke nicht, nehmen sich's aber trotzdem vor und greifen damit der Gnade in ihr Werk und ihre Ehre ein.
Darum verwerfen wir die guten Werke nicht um ihrer selbst willen, sondern um dieses bösen Zusatzes und dieser falschen, verkehrten Auffassung willen, die bewirkt, daß sie nur gut erscheinen und doch nicht gut sind; sie betrügen sich und jedermann damit wie die reißenden Wölfe in Schafskleidern.
Aber dieser böse Zusatz und diese verkehrte Auffassung sind in den Werken unüberwindlich, wenn der Glaube nicht da ist.
Sie müssen in diesen Werkheiligen da sein, bis der Glaube kommt und sie zerstört.
Die Natur vermag sie aus eigener Kraft nicht austreiben, ja nicht einmal zu erkennen, sondern sie hält sie für eine köstliche, selige Sache. Darum werden auch so viele dadurch verführt.
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»Ich vermahne euch allen Trostes, den ihr in Christus habt, und allen Trostes, den ihr habt von unserer Liebe zu euch, und aller Gemeinschaft, die ihr habt mit allen geistlichen rechtschaffenen Christen, daß ihr mein Herz vollkommen erfreuen möget, und das damit, daß ihr hinfort eines Sinnes sein, einer dem andern gegenüber Liebe erzeigen, einer dem andern dienen und ein jeder nicht auf sich noch auf das Seine acht haben wollt, sondern auf den andern, und was dem nötig sei.«
Sieh, da macht Paulus eindeutig dies zum Inhalt eines christlichen Lebens, daß alle Werke auf das Wohl des Nächsten gerichtet sein sollen, weil ein jeder für sich selbst an seinem Glauben genug hat, und alle andern Werke und das ganze Leben hat er dazu übrig, um seinem Nächsten aus freier Liebe zu dienen.
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wenn ein Werk nicht darauf gerichtet ist, dem andern zu dienen oder seinen Willen zu dulden, sofern er nicht zwingt, etwas wider Gott zu tun, so ist es kein gutes christliches Werk. ... ich fürchte, daß in dem allen jeder nur das Seine sucht, in der Meinung, dadurch seine Sünde zu büßen und selig zu werden.
Dies alles kommt aus der Unkenntnis des Glaubens und der christlichen Freiheit;
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ein Christenmensch lebt nicht in sich selbst, sondern in Christus und seinem Nächsten - in Christus durch den Glauben, im Nächsten durch die Liebe.
Durch den Glauben steigt er über sich hinaus zu Gott; aus Gott steigt er unter sich hinab durch die Liebe und bleibt doch immer in Gott und in der göttlichen Liebe, wie Christus sagt: »Ihr werdet noch sehen den Himmel offen stehen und die Engel auf- und absteigen über den Sohn des Menschen.«
Siehe, das ist die rechte, geistliche, christliche Freiheit, die das Herz frei macht von allen Sünden, Gesetzen und Geboten, die alle andere Freiheit übertrifft wie der Himmel die Erde, die gebe uns Gott recht zu verstehen und zu behalten.
A M E N .
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Die ganze Schrift ist leicht im Internet zu finden, so auch hier:
www.cleansed.de/christenmenschen.php
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