Weblog von taize
Exerzitien im Alltag vs Bibelstudium
Geschrieben am 11.03.2010 01:10 von
taize
Inzwischen haben auch die "ExiA" begonnen.
Täglich erhalten alle Teinehmer per Mail Texte von Sr Katharina Deifel OP zugeschickt.
Ich war ehrlich gesagt erst einmal enttäuscht. Voriges Jahr waren es so tolle, kurze Texte mit wertvollen Impulsen von Peter. Heuer gibt es täglich eine DIN A4-Seite zum Lesen und es ist fast alles Wissen. Zuerst über die Formen des Gebetes, dann geht es um die Schöpfungsgeschichte, den Auszug aus Ägypten.... Thema ist die Liebesgeschichte Gottes mit seinem Volk. Aber ich erlebe die Exerzitien als Bibelstudium und nicht als Impuls zum Reflektieren. Es ist zuviel Text, zuviel Kopf.
Es war für mich auch sehr schwer, teilzunehmen, weil ich Mittwoch bis 19 Uhr Kanzlei habe und dann erst wegsausen kann. Ich komme also auf jeden Fall spät, und das ist sehr unangenehm. Auch die Gestlatung des Austauschs verlief nicht so wie im vorigen Jahr, sondern eher wie ein Bibelstudium- weniger aufs persönliche Leben bezogen, mehr auf Wissen.
Ich habe mich entschieden, auszusteigen und habe Sr Katharina eine Mail mit einem ehrlichen Feedback geschrieben, das natürlich auch positiv war, weil ich sehr viel von ihr halte.
Ich hoffe, sie nimmt es mir nicht übel
Tage der Stille
Geschrieben am 11.03.2010 00:44 von
taize
Am ersten Fastenwochenende durfte ich mich wieder für ein herrliches Wochenende im Kardinal-König-Haus in Wien zurückziehen. Von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 17 Uhr Ruhe- Zeit für Meditation, Impulse und gemeinsame Meditation, Zeit zum Spazieren und Schlafen, keine Vepflichtungen, kein unnötiges Reden, kein Stress- eine Wohltat für Körper und Seele! Besonders wichtig sind mir immer die Einzelgespräche mit meiner geistlichen Begleiterin- eine halbe Stunde pro Tag. Mit vielen guten Gedanken gestärkt ging ich in die Fastenzeit.
Ein neuer Versuch
Geschrieben am 05.02.2010 00:57 von
taize
Nachdem es mit der Gebetszeit in der Früh nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe, kam mir die Idee, es zu einer Zeit zu probieren, wo ich mehr wach bin und bevor ich mich im PC versenke, wo viel Zeit draufgeht. Ja, viel davon ist Arbeit: Mails, Elternverein, Betriebsrat, Vorbereiten für aizégebet- was immer- aber bevor ich an den PC ging, wollte ich mir angewöhnen, zuerst meine Gebetszeit einzuhalten. Seitdem ich das versuche, komme ich öfters zum Beten. Ein Erfolgserlebnis! Ich möchte zwar schon schauen, dass ich in der Früh auch ein Gebet schaff, aber zuerst mal will ich überhaupt eine längere Gebetszeit einbauen, und das klappt jetzt!
Exerzitien im Alltag
Geschrieben am 07.01.2010 00:36 von
taize
Überschrift: Exerzitien im Alltag
Heute habe ich erfahren, wann die Exerzitien im Alltag sein werden! Die habe ich voriges Jahr zum erstenmal mitgemacht, in der Erlöserkirche. Wir haben uns jeden Dienstag Abend getroffen und ausgetauscht, wie es uns gegangen ist, außerdem haben wir zusammen gebetet, meditiert und gesungen. Dann bekamen wir für die Woche Gedanken mit für jeden Tag. Diese waren in Form von kleinen, sehr liebevoll gestalteten Zetteln.
Dieses Jahr sind die Exerzitien im Alltag am Mittwoch um 19:30, das wird für mich etwas schwierig, weil ich bis 19:00 Parteienverkehr habe, aber ich werde es versuchen! Ich habe mich schon das ganze Jahr darauf gefreut! Solche Sachen tragen einen durchs ganze Jahr.
Noch etwas: obwohl ich grundsätzlich versuche, morgens zu beten, habe ich oft ein Problem, weil ich abends nicht einschlafen und morgens nicht aufstehen kann. Ich werde vielleicht doch flexibler sein müssen und abends beten, wenn es morgens nicht klappt, bevor es gar nicht hinhaut? Es ist ein ewiger Kampf. Manchmal schau ich, dass ich zumindest 10 Minuten in der Früh finde. Ideal sind 25, aber besser so als gar nicht!
neujahr 2010
Geschrieben am 01.01.2010 15:02 von
taize
ein guter zeitpunkt, um einen blog zu beginnen! warum lydia? ganz einfach? bei meinen exerzitien im vergangenen sommer beschäftigte ich mich mit lydia aus der apg und mit ihrer gastfreundschaft. das gefiel mir. sie ist für mich ein vorbild. und daher habe ich diesen namen gewählt. es steckt noch mehr dahinter, aber das will ich hier nicht verraten. ich arbeite auf etwas hin, und dazu soll der weblog auch ein weg sein!
ich möchte hier schreiben über meine versuche, gott näher zu kommen, über meine aktivitäten und pläne, aber auch über meine spirituellen kämpfe, was immer!
gestern habe ich freunde eingeladen, um besinnlich silvester bei mir zu feiern- zum erstenmal nicht nur spielend oder plaudernd, sondern auch betend. leider ging einiges schief: von den 4 freunden, die zugesagt hatten, kamen nur 2- einer ging's schlecht, da blieb der andere bei ihr. ich hatte mich auf eine größere gruppe gefreut, 5 waren eh schon wenig, nun waren wir nur 3 und ich hatte zuviel gekocht. die absage kam um 22h, da hätten die beiden schon seit einer stunde dasein sollen. dannn reichte die zeit nicht- ich hatte sehr gut gekocht, die vorbereitungen hatten aber lang gebraucht, und so schafften wir es nur, ein bisschen zu spielen, das gebet fiel aus. die beiden, die schon das taizégebet kannten, waren nicht da, und ich hätte es auch allein mit den beiden anderen gemacht, nur reichte eben die zeit nicht. fazit: wenn ich zum jahresschlussgottesdienst gehe (der war mir auch wichtig), muss das essen einfacher sein, oder es muss alles schon fertig sein. es war vorher das meiste fertig, aber eben nicht alles. jedenfalls machte das kochen spaß und es schmeckte. nach mitternacht funktionierte der fernseher nicht (ich höre immer gern die pummerin vom stephansdom), und meiner freundin fiel auf, dass es diesmal überhaupt keine schönen feuerwerk gab, nur kracher und blitzer- das stimmte. ich zerbrach auch noch mein sektglas, und heute zerbrach ich zusätzlich das colaglas meines sohnes, an dem er so hängt. na super! das fängt ja gut an!
beim beten war ich deswegen heute ein bisschen traurig, ich hatte mir alles ganz anders vorgestellt, mit viel gebet. auch die eine freundin hatte sich schon auf das gebet gefreut. aber das lag auch an der zeiteinteilung, die zu knapp war. sie wird zu meiner taizégruppe im feber kommen.
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